Das Startup Dock der TUHH: Die Anlaufstelle für Hamburgs Gründer

Seitdem auch einige deutsche Startups ernsthaft Geld verdienen, scheint der Markt an Gründer-Coachings deutlich zu wachsen. Zwischen staatlichen Förderprogrammen, Inkubatoren und irgendwelchen wirtschaftlich agierenden Gründer-Coaches ist das Startup Dock der TU Hamburg eine uneingeschränkt empfehlenswerte Anlaufstelle für gründungsinteressierte Studenten, wissenschaftliche Mitarbeiter und Alumni. Und zwar unabhängig, ob man von der TUHH kommt oder nicht.

Echte Unterstützung anstatt wirtschaftlicher Interessen

Chris, Lucas und ich sind mit der Smart Body Transformation seit unserem Launch offiziell beim Startup Dock. In unserem Fall gibt es keine festen Coachings oder ähnliches, was wir aber auch nicht benötigen. Felix, verantwortlich für den Bereich Digital & Services, ist unser erster Ansprechpartner und praktisch immer erreichbar. Aber auch das restliche Team vom Startup Dock hilft, wo es nur geht, mit einfacher, informeller und unkomplizierter Unterstützung. Beispielsweise haben wir über das Startup Dock die Möglichkeit, kostenlos an Events teilzunehmen. Beim ersten Hamburg Innovation Summit beispielsweise hatten wir dann ganz einfach die Möglichkeit, mit Medienvertretern und Journalisten ins Gespräch zu kommen. Ich schätze vor allem diese direkte, praktische Förderung. Die Gründerförderung, die ich an anderen Hochschulen kennengelernt habe, beschränktt sich meist auf ein paar theoretische Tipps und nette Gespräche.

Besonders angenehm empfinde ich die Tatsache, dass wirtschaftliche Interessen bei dieser Unterstützung absolut keine Rolle spielen. Ich will nicht pauschal jegliche Form von kostenpflichtigen Gründer-Coachings schlecht reden, aber letztlich haben solche Coaches ja einen unternehmerischen Antrieb. Mehr Coaching bedeutet für den Coach somit auch mehr Geld. Da das Startup Dock keinen Cent daran verdient, uns irgendwelche Coachings anzudrehen, beschränkt sich die Unterstützung auf das Wesentliche. Somit erhalten wir genau die Unterstützung, die wir benötigen, und werden nicht durch irgendwelche überflüssigen Maßnahmen abgelenkt.

Lesenswerter Newsletter: interessante Infos & kostenlose Tickets zu Events

Ich kann es daher nur wärmstens empfehlen, sich mit Gründungsideen direkt an das Team des Startup Docks zu wenden. Davon mal abgesehen, lohnt es sich wirklich, den Newsletter zu abonnieren. So wird man regelmäßig über interessante Events informiert und erhält mit etwas Glück sogar vergünstigte oder kostenlose Tickets zu regulär kostenpflichtigen Events. Über das Startup Dock war ich beispielsweise letztes Jahr beim Reeperbahn Festival dabei und konnte dort an diversen interessanten Veranstaltungen teilnehmen. Alternativ zum Newsletter kann man dem Startup Dock auch auf Facebook folgen. Hier geht’s zum Newsletter und hier zur Facebook Fanpage vom Startup Dock.

Zum Schluss noch ein paar allgemeine Infos: Das Startup Dock der TUHH ist ein offizielles Gründernetzwerk für das EXIST-Gründerstipendium und den EXIST Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Gegründet 2013, dient es heute als Anlaufstelle für alle Gründer und Gründungsinteressierten von Hamburger Hochschulen. Insbesondere können die Startup Consultants des Startup Docks Unterstützung bei innovativ technologischen Gründungsideen bieten. Die Schwerpunkte der Berater liegen hierbei auf Green Technologies, Life Science und Digital. Auch wenn sich Gründungsinteressierte nicht für ein EXIST-Gründerstipendium bewerben möchten, unterstützt das Startup Dock Teams bei der Entwicklung des Geschäftsmodells, stellt Kontakte zu Investoren und der Industrie her, hilft bei der Erstellung von Pitch Decks und anderen Förderanträgen und organisiert Netzwerkveranstaltungen und Workshops für Gründer.

Ausgründung Universität Hamburg

Gründungsinteressierte Studenten und Absolventen der Universität Hamburg erhalten mehr Unterstützung, als den meisten bekannt sein dürfte. Neben der Unterstützung bei der Antragstellung des EXIST Gründerstipendiums unterstützt Prof. Dr. Nüttgens vom HARCIS – Hamburg Research Center for Information Systems aktiv Ausgründungen von Studenten aller Fachrichtungen der Universität Hamburg.

Aktuell ist er in der Vorbereitung einer gründerfreundlichen Infrastruktur am Standort Max-Brauer-Allee 60, direkt am Bahnhof Altona. Gründungsinteressierte Studenten, Absolventen und Startups aus dem Umfeld der Universität Hamburg sollen dort mit technischer Infrastruktur, Räumlichkeiten und der Nähe zum Lehrstuhl unterstützt werden. Interessenten können sich unverbindlich mit einer kurzen Beschreibung Ihres Vorhabens an Prof. Dr. Nüttgens wenden.

Prof. Dr. Markus Nüttgens
Universität Hamburg
Fakultät für Betriebswirtschaft
Max-Brauer-Allee 60
22765 Hamburg
Tel.: +49 40 42838-2792
E-Mail: markus.nuettgens@wiso.uni-hamburg.de

EXIST Gründerstipendium Universität Hamburg

Für gründungswillige Studenten und Absolventen der Universität Hamburg kann es teilweise verwirrend sein, den richtigen Ansprechpartner für das EXIST Gründerstipendium zu finden. Auf den offiziellen Websites werden die richtigen Anlaufstellen nicht eindeutig kommuniziert. Grund genug, eine kleine Hilfestellung zu leisten.

Das EXIST Gründerstipendium ist ein interessantes Fördermittel für innovative, technologieorientierte oder wissensbasierte Gründungsvorhaben. Die Gründer müssen dabei aus dem wissenschaftlichen Umfeld stammen. Die Fördermittel fließen bei einer Bewilligung nicht direkt an die Gründer, sondern werden an das zuständige Gründungsnetzwerk (Hochschulen, Universitäten, Vereine) ausgeschüttet, welches die Mittel wiederum dem Gründerteam zur Verfügung stellt. Für die Beantragung des EXIST Gründerstipendiums ist es also unerlässlich, das zuständige Gründungsnetzwerk zu identifizieren und zu kontaktieren.

Für diesen Zweck gibt es ein offizielles Verzeichnis aller EXIST Gründungsnetzwerke, welche die Institutionen, nach Postleitzahlen aufgeteilt, übersichtlich auf einer Deutschlandkarte vorstellt.

EXIST Gründungsnetzwerke Hamburg

Für die Postleitzahlbereich 2 gibt es insgesamt 10 Gründungsnetzwerke, drei davon in Hamburg:

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Startup Dock der Technischen Universität Hamburg

hep Management Team c/o Hamburg Innovation GmbH

Studenten der Uni Hamburg suchen hier ihre Universität vergebens. Es gibt zwar keinen Hinweis darauf, dass man zwangsläufig sein Gründungsvorhaben an der eigenen Universität ansiedeln müsse, jedoch scheint dies gängige Praxis zu sein. Als gründungswilliger Student der Uni Hamburg ist in der Regel die eigene Universität die erste Anlaufstelle. Ausnahme ist hier allerdings das Startup Dock der TUHH, die sich mit ihrer umfassenden Förderung an alle gründungswilligen Hamburger Studenten wenden. Hier lohnt es sich in jedem Fall mit seinem Gründungsvorhaben vorstellig zu werden. Auch wenn vielleicht gar keine EXIST-Förderung angestrebt wird. Über meine Erfahrungen mit dem Startup Dock habe ich hier geschrieben.

EXIST Gründernetzwerk Universität Hamburg

Wer als Student der Universität Hamburg einen Antrag für das EXIST Gründerstipendium stellen möchte, muss sich dazu an Frau Dr. Lederer bzw. Frau Weitendorf wenden.

Dr. Barbara Lederer
Lz.: -43L-
Leiterin der Arbeitsstelle für Wissens- und Technologietransfer (AWITT) mit der Außenstelle Hamburg Innovation (HI)
Mittelweg 177, Raum N 4007
20148 Hamburg
Tel.: +49 40 42838-2288
Fax: +49 40 42838-6386
E-Mail: barbara.lederer@verw.uni-hamburg.de
Nadine Weitendorf
Lz.: -43W-
Referentin Wissens- und Technologietransfer
Mittelweg 177, Raum N 4009
20148 Hamburg
Tel.: +49 40 42838-1812
Fax: +49 40 42838-4040
E-Mail: nadine.weitendorf@verw.uni-hamburg.de

Gleichzeitig wird die Beantragung aber auch vom Hamburger Existenzgründungs Programm betreut. Dort verantwortlich ist Nils Neumann.

Nils Neumann
Tel.: +49 40 76629-6532
E-Mail: Kontaktformular
Eine weitere Anlaufstelle, unabhängig von der Förderung durch das EXIST Gründerstipendium, ist Prof. Dr. Nüttgens vom HARCIS – Hamburg Research Center for Information Systems, der aktiv Ausgründungen von Studenten aller Fachrichtungen und Studiengänge der Universität Hamburg unterstützt. Mehr Informationen dazu hier.